Schach Nienberge 2003 e.V.

 
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Archiv 09/10 - 3. Spieltag der 5. Mannschaft

Archiv 09/10 - Schach Nienberge 03 V gegen SG Nordkirchen 4 : 2

Hagemann, Björn 1457 0-1 Lohoff, Marc 1509
Lepke, Andrew 1362 1-0 Sich, Michael 1167
Demtröder, Wolfgang 1435 Remis Austrup, Berthold 1165
Telaar, Franz-Josef 1156 1-0 Radke, Dirk 1162
Kemper, Wilhelm 1228 Remis Steinberg, Christian 1263
Niggemann, Jürgen - 1-0 Austrup, Bernhard 1049

Spielbericht

High-Noon im Kindergarten


Am dritten Spieltag der Kreisliga kam es zu einem Wiedersehen mit den Schachfreunden aus Nordkirchen, die in der vergangenen Saison mit uns aufgestiegen waren. Dass wir zudem die beiden einzigen Mannschaften waren, die noch keinen Punkt abgegeben hatten, würzte diese Partie umso mehr. Spielort war wieder die verschlafene Kindertagesstätte mitten im Nichts, die mittlerweile eine liebgewonnene Alternative zum Lydia-Zentrum darstellt.

Während die meisten anderen Bretter noch überlegten, welche Eröffnung sie denn nun wählen sollten und welches Datum wohl wäre, war Jürgen an Brett 6 schon mitten in seinem Angriff auf den schwarzen König. Aus der italienischen Partie heraus attackierte er diesen schwer und konnte schließlich, aber recht schnell, den Verteidigungsbemühungen seines Gegners ein Ende setzen. 

An den anderen Brettern war eine Prognose aber deutlich schwieriger. An Brett 1 lag die Initiative zunächst bei Björn, der sich zu einer Sizialianischen Verteidigung durchgerungen hatte aber  etwas beengt stand. Vor allem sein Damenflügel war vollkommen unterentwickelt, was noch schlimme Konsequenzen haben sollte.

An Brett 2 hatte ich früh in den Angriff auf meinen sich solide verteidigenden Gegner eingelenkt. Abgesehen von einem Figurenübergewicht im Zentrum war aber noch nicht viel erreicht.

Wolfgang Demtröder spielte die gewohnte Demtröder-Mauer. Auf begrenztem früh festgelegten Raum wurde vorsichtig in Richtung weißer König geschielt. Doch auch sein Gegner schien ein eher defensiv agierender Zeitgenosse zu sein. Nach etwa 20 Zügen war klar, da ist nicht viel mehr drin als ein Remis, das Wolfgangs Gegner aber auf Anweisung des Mannschaftsführers nicht annehmen durfte, so dass sich Wolfgang - mit einem deutlichen Zeitpolster im Rücken - entspannt zurücklehnen und einen Teil seiner Zeit verstreichen lassen konnte.

An Brett 4 war der Kampf ordentlich am toben und Vor- bzw. Nachteile wogten hin und her. Oberflächlich betrachtet stand Franz-Josef eine etwas bessere Stellung, während Willi einen Bauern weniger zu beklagen hatte.

 

Nun aber wurde es an fast allen Brettern spannend. Björn geriet am Damenflügel unter Beschuss und versäumte es frühzeitig Material zu tauschen, so dass die weiße Dame auf a1 einschlug wie eine Bombe. Mit einem Turm weniger spielt es sich schlecht und nach kurzer Zeit streckte Björn die Waffen.Franz-Josef hatte seine Vorteile verspielt und stand nun sehr ausgeglichen. Willi war es noch nicht gelungen den Bauern zurückzuerobern und stand immer noch schlechter und mein Gegner drohte sich aus meiner Umklammerung zu befreien und selbst aktiv zu werden.

Zunächst brachte Willi die Entscheidung. Er spielte das Endspiel souverän  und nutzte die Unachsamkeit seines Gegners gnadenlos aus. Zack war der Bauer zurück und eben so rasch war ins Remis übergeleitet. 

An meinem Brett hatte ich nach dem Gewinn eines Bauern meinem Gegner eine Falle gestellt und eine Gabel von Turm und Dame angeboten. Dieses scheinbare Angebot sollte sich aber als vergiftet erweisen, zumal Schwarz auch noch die schlechteste aller Fortsetzungen wählte und so einen zweiten und dritten Bauern verlor. Warum trotzdem der Ruf nach einem Mannschaftsremis vom nordkirchener Mannschaftsführer erklang, entzieht sich meinem Verständnis. Für ein solches hätte zumindest eine der beiden ausstehenden Partien gewonnen werden müssen und danach sah es wirklich nicht aus.

Im Gegenteil! Franz-Josef erwies sich als alter Endspiel-Hase und auch wenn er die Sache absolut unnötig spannend machte, konnte er einen Bauern umwandeln und in einen Sieg überleiten.

Zu diesem Zeitpunkt hatte Wolfgangs Gegner, der nun sogar ein bisschen schlechter stand, die Situation endlich verstanden und hatte dem Remis eingewilligt.

4:2 also nach allem für Nienberge. Spannend war es allemal und für freuen uns auf den nächsten Kampf mit den Nordkirchenern!

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