Schach Nienberge 2003 e.V.

 
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Archiv 08/09 - 1. Spieltag der 4. Mannschaft

Archiv 08/09 - 13.09.2008: SN 03 IV gegen SF Telgte III - Spielergebnis --> 4,5 : 3,5

SN03 IV DWZ SF Telgte III DWZ Ergebnis
Endstand       4,5 - 3,5
Schmidt, Ralf 1557 Gerke, Matthias 1667 1 - 0
Fink, Franz-Josef 1451 Moldenhauer, Oliver 1581 - : +
Haves, Renate 1558 Niehaus, Jürgen 1567 1 - 0
Schoppmeier, Robert 1609 Ackesmann, Michael 1613 0 - 1
Helkenberg, Michael 1557 Vogelsang, Günter 1436 ½ - ½
Revaux, Christophe 1400 Bitskov, Helmut 1570 1 - 0
Wallrabenstein, Walram 1327 Völker, Frank 1300 0 - 1
Lepke, Andrew 1395 Austermann,Frank 1191 1 - 0

Spielbericht

Die neue Saison bringt auch gleich einige Neuerungen für unsere Mannschaft mit sich: Durch unseren Aufstieg in die erste Bezirksklasse und die erstmalige Aufstellung einer fünften Mannschaft hat sich die personelle Zusammensetzung bei uns etwas geändert.

Um den Anforderungen der höheren Klasse gerecht werden zu können (es erwarten uns an nun acht Brettern ebenso viele, aber auch stärkere Gegner), sind Ralf Schmidt, Georg Hilderscheid und Robert Schoppmeier aus den "höher" spielenden Mannschaften zu uns gestossen (die bekommen dafür nun kräftige Unterstützung von "unseren Jokern" Lars Hagemann und Dennis Webner).

Ungerne ziehen lassen mussten wir dagegen Nursel Ünal, Willi Kemper, Werner Kolter und Hans Dresen, die - leider bis auf Hans - ab sofort unsere neue Fünfte zu Sieg und Ehre führen werden. @Nursel: Gerne hätte ich mit Dir mal so Brett an Brett gekämpft, aber Du hattest sehr gute Gründe, die Gegnerschaft erst wieder in dieser Saison mit Deinen gefürchteten Kombinationen zu schocken ;-)

Umso mehr freuen wir uns über die weitere Verstärkung durch Renate Haves, die sich unserem Verein jetzt angeschlossen hat. Auch wenn es knapp nicht zu zwei "WMs" in einer Mannschaft gekommen ist,  so haben wir doch wieder mehr Frauenpower und vielleicht fühlen sich ja noch mehr Damen ermutigt, mal zu uns zu kommen. Schliesslich sind wir doch der frauenfreundlichste Schachverein in Münsters Westen.

Soweit zur Mannschaftsaufstellung und zurück zur ersten Begegnung. Obwohl ich gerade am ersten Spieltag lieber ein Gerangel aller voll motivierten Mitspieler um eins der zu besetzenden Bretter gesehen hätte, hatten wir gleich zu Anfang schon Besetzungsprobleme. Vielen Dank daher an Andrew Lepke aus der Fünften (und ebenfalls neu beim SN03), der uns gleich ausgeholfen hat.

Derart gewappnet empfingen wir also die dritte Vertretung der Schachfreunde aus Telgte. Mein besonderer Dank gilt Willy, der - obwohl offiziell nicht mehr in der Vierten - unseren ebenfalls abwesenden Mannschaftsführer vertreten und sich um die Vorbereitung des Spiellokals gekümmert hat.

Das Ganze begann unnötig spannend. Spannend machte es nämlich Franz-Josef, der ja schon öfter mal auf den letzten Drücker kam, diesmal aber deutlich zu spät. Er hatte zugesagt, war aber telefonisch nicht mehr erreichbar. Kam aber doch nicht. Ärgerlich, nicht nur für seinen Gegner, sondern auch für uns, denn nach einer nervigen Wartestunde lagen wir mit 0:1 zurück. (Später stellte sich heraus, dass Franz-Josef krankheitsbedingt ganz akut verhindert war.)

Umso erfreulicher, dass Renate am dritten Brett bereits eine Stunde später durch einen Sieg mit Schwarz in ihrer sizilianischen Partie ausgleichen konnte. Ein Springertausch im 12. Zug auf f3, den ihr Gegner mit dem g-Bauern zurücknahm, machte ihr den Weg frei für den Läufer auf h3, der fortan den weissen Monarchen auf der Grundlinie festhielt. Nach Figurentausch und Öffnung der c-Linie musste die weisse Dame auf die Grundlinie zurück, um das drohende Matt zu verhindern. Im 29. Zug konnte Renate den Bauern auf f3 dann erobern, worauf Weiss dann aufgab. Prima, so lob ich mir doch "Neuzugänge". Gelungener Einstand, Renate, herzlichen Dank! (Doch auch ein wiederholter "voller Totalverlust" jeglicher Partie würde nix an unserem Willkommen für jeden neuen Mitspieler ändern.)

Um 18:30 Uhr brachte uns Christophe an Brett 6 in Führung. Obwohl er mit Weiss in der Eröffnungsphase einen Bauern verlor, setzte er sich schliesslich durch. Schwarz spielte nicht aggressiv genug und erlaubte Weiss in eine gute Angriffsstellung zu kommen. Im 26. Zug übersah Schwarz einen guten Zug von Christophe und verlor einen Turm - Aufgabe! Es stand 2:1.

Sag mal, Christophe, war das eigentlich Dein Rucksack, in dem dieser laute Wecker plötzlich an zu klingeln fing? Und nicht mehr aufhören wollte, als Du gerade nicht im Raum warst? Ich habe ja schon Leute Kaffee trinken oder sich Streichholzspitzen unter die Nägel schieben sehen, um Ihre Konzentration wieder auf Vordermann zu bringen, aber sowas! Wir können nur froh sein, dass der Mannschaftsführer von Telgte so ein netter Zeitgenosse ist und gar nicht in Richtung Handy reklamieren wollte.

Der bekam es übrigens am ersten Brett mit dem gut aufgelegten Ralf zu tun, kannte wohl - wie Ralf bemerkte - die Eröffnung nicht so ganz genau und griff frühzeitig an. Ralf gab mit Schwarz zwei Bauern für's Figurenspiel, worauf Weiss nicht mehr mit dem König aus der Brettmitte heraus kam, wo sich dann ein Mattnetz bildete. Bevor es aber zum Äussersten kam, gab Weiss auf. Nicht schlecht, damit führten wir nach gut 3 Stunden 3:1.

Derweil versuchte ich mal wieder, die Ideen der Herren Pirc und Ufimzew ordentlich aufs Brett zu bringen. Das sah anfangs auch ganz gut aus, nur blieb ich nicht konsequent genug und liess die angepeilte (und wirklich bestehende) Möglichkeit, schon im 11. Zug den d-Bauern zu gewinnen, leider passieren. Zu wenig Spielpraxis oder zu wenig Mumm, jedenfalls ärgerlich! Trotzdem erreichte ich im Mittelspiel zunächst Vorteil: ich eroberte bei leicht besserer Stellung doch noch einen Bauern. Dabei geriet dann aber mein Läufer in Not, ich fand den richtigen Ausweg nicht und verlor dabei die Qualität. Zum Glück fand dafür mein Gegner in der Folge nicht die besten Züge, aber er wollte verständlicherweise doch gerne mir den Rest und sich den Punkt geben und lehnte mein Remisangebot ab. In der dann aufkommenden Zeitnotphase - es fehlten noch fünf Minuten an vier Stunden - brachte ihn dann mein vorrückender Freibauer doch ins Grübeln und er nahm mein zweites Friedensangebot im 36. Zug an. Damit stand es zwar 3,5 zu 1,5 für uns, zufrieden war ich mit meiner Partie aber nicht.

Das lief bei Andrew am achten Brett deutlich besser. Er hatte mit Weiss einen defensiven Aufbau gewählt und konnte ebenfalls im Mittelspiel einen Bauern gewinnnen. Dafür erhielt sein Gegner jedoch Initiative und machte Druck am Königsflügel. Die weisse Stellung hielt jedoch Stand und durch einen gravierenden Fehler gingen Schwarz noch weitere VIER Bauern verloren. Das sah schon etwas ungewohnt auf dem Brett aus. Das Endspiel konnte Andrew dann schnell gewinnen. Er wurde damit für uns zum Matchwinner. Nochmals danke dafür! So darfst Du uns gerne wieder unterstützen.

Es stand also 4,5 zu 1,5 und das war auch gut so, denn an den verbliebenen Brettern 4 und 7 taten sich Robert und Walram schwer. Nach einer weiteren halben bzw. sogar ganzen Stunde mussten sie sich am Ende doch geschlagen geben. Beide waren nachvollziehbarerweise nicht mehr so richtig auskunftsfreudig: Robert hatte Bauernverlust erlitten und Walram war eine Figur verloren gegangen.

Damit hatten wir den Endstand von 4,5 zu 3,5 erreicht und können mit diesem Ergebnis zum Saisonstart sehr zufrieden sein.

 

Michael

 

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